Befragung von Mitarbeitern zu Missbrauch im Bistum Hildesheim: „Von allen eventuellen Schweigegeboten befreit“


Gut ein Jahr nach dem Start einer unabhängigen Untersuchung zu sexuellem Missbrauch im Bistum Hildesheim sollen nun auch Mitarbeiter befragt werden. Dazu wird ein Fragebogen an rund 5.000 frühere und jetzige Angestellte des Bistums und des Caritasverbandes verschickt.

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Das berichtet die in Hildesheim erscheinende „Kirchenzeitung“. Darin würden sie gebeten, eigene Erfahrungen zum Thema sexueller Missbrauch zu schildern, aber auch über Beobachtungen und Gespräche mit Dritten darüber zu berichten.

„Unser Auftrag erschöpft sich nicht in der Ermittlung einzelner Missbrauchstaten“, erklärte die Leiterin des Gremiums, die frühere niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne). „Wir untersuchen, wie die Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit im Zusammenhang mit kirchlicher Gewalt waren.“ Mitarbeiter hätten in Teilen aller Wahrscheinlichkeit nach Erfahrungen gesammelt. Bischof Heiner Wilmer habe sie für die Befragung von allen eventuellen Schweigegeboten befreit.

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