Gastronomieverband: Sorge über Polizei-Zugriff auf Corona-Gästedaten


Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fürchtet um die Akzeptanz der Gästelisten, mit denen eigentlich Corona-Infektionen nachverfolgt werden sollen.

Stefan Krempl | heise online

(Bild: Pressmaster/Shutterstock.com)

Die persönlichen Informationen von Besuchern von Restaurants, Kneipen, Kinos und Hotels, die Betreiber zur Nachverfolgung potenzieller Corona-Infektionsketten erheben müssen, sind ins Visier von Ermittlern geraten. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht dies mit Argwohn. In einem Schreiben an seine 65.000 Mitglieder, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, gibt er zu bedenken: „Der Zugriff auf Gästedaten durch Polizeibehörden ist aus Sicht des Dehoga ein hochsensibles Thema.“

Verbraucher nehmen demnach an den Anforderungen oft Anstoß nehmen oder machen erkennbar falsche Angaben. Es könnten „Konfliktsituationen zwischen Gastwirten und Gästen zunehmen“, wenn Besucher „aufgrund gehäufter polizeilicher Abfragen Vorbehalte gegen die vorgeschriebene Registrierung haben“, warnt der Verband. Zudem bestünden in den Bundesländern nicht einmal einheitliche Vorschriften, welche Angaben wie erhoben werden müssten.

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