Johnson schlägt Bruder für Oberhaus vor


Der britische Premier Johnson will seinem Bruder Jo zu einem Sitz im Oberhaus verhelfen. Die Opposition beklagt „die schlimmste Art von Vetternwirtschaft“. Der ehemalige Unterhaussprecher Bercow geht leer aus.

tagesschau.de

Der britische Premierminister Boris Johnson steht in der Kritik, weil er seinen Bruder Jo und mehrere linientreue Mitglieder der Brexit-Bewegung für das Oberhaus nominiert hat. Die Regierung hatte am Freitag eine entsprechende Liste mit 36 Vorschlägen veröffentlicht.

Der Abgeordnete Pete Wishart von der Schottischen Nationalpartei (SNP) warf Johnson die „schlimmste Form von Vetternwirtschaft“ vor. Er habe „Freunde und diejenigen, die ihm einen Gefallen getan haben“, mit Jobs auf Lebenszeit versorgt.

Ex-Unterhaussprecher Bercow abgestraft

Jo Johnson war 2019 aus dem Kabinett ausgetreten. Er sah die Brexit-Pläne seines Bruders zuletzt sehr kritisch. Unter den 36 künftigen Lords findet sich auch Philip May, Ehemann von Johnsons Vorgängerin Theresa May. Er wird zudem „für politische Verdienste“ zum Ritter ernannt.

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