Theologin Knop: Kirche bei Frauenfrage in „Sackgasse“ – kein Wunder bei all den Säcken


Die Kirche müsse einen „Mentalitätswandel“ durchlaufen, fordert die Erfurter Dogmatikerin Julia Knop: Sie habe bedeutende gesellschaftliche Entwicklungen nicht mitgemacht – etwa in der Frauenfrage. Knop spricht sogar von einer „Sackgasse“.

katholisch.de

Die Erfurter Theologin Julia Knop sieht die Kirche in der Diskussion um Weiheämter für Frauen in einer „Sackgasse“. Ein bedeutender Grund dafür seien Entscheidungen früherer Päpste, sagte die Dogmatik-Professorin im Interview der „Salzburger Nachrichten“ (Samstag). Auch wenn die Bereitschaft der katholischen Kirche in jüngster Zeit merklich gestiegen sei, Frauen in wichtige Positionen zu bringen, bleibe die Weihe als Grenze; andere christliche Konfessionen seien hier schon deutlich weiter gekommen. Die Kirche müsse sich den offenkundig werdenden Systemproblemen stellen und einen „Mentalitätswandel“ durchlaufen, selbst wenn dieser „eine ganze Generation lang“ dauern könne.

Fragen zu früher tabuisierten „Dauerbrennern“ wie Geschlechtergerechtigkeit, Amt oder Zölibat sollten offen diskutiert und adäquate Reaktionen gesucht werden, da sich „alte Antworten“ darauf als Mitverursacher von Missbrauch in allen Abstufungen erwiesen hätten, so Knop weiter. Sie nimmt derzeit mit einem Podcast-Gespräch an den „Salzburger Hochschulwochen“ teil.

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