Deutsche finden Abzug der Amerikaner überwiegend gut


Fast 12.000 amerikanische Soldaten sollen Deutschland verlassen. In Regierung und Opposition hat Trumps Ankündigung viel Kritik hervorgerufen. Die Wähler sehen die Sache offenbar anders.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Demonstration der Brandenburger Linken nahe dem Truppenübungsplatz Lehnin im Januar 2017 Bild: dpa

Während Politiker in Deutschland den geplanten Abzug amerikanischer Truppen mehrheitlich ablehnen, trifft er in der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworten 47 Prozent eine Verringerung der Truppenstärke von derzeit 36.000 Soldaten. Jeder Vierte meint sogar, die amerikanischen Streitkräfte sollten Deutschland ganz verlassen. Dagegen ist noch nicht einmal jeder Dritte dafür, dass die amerikanischen Truppen in der bisherigen Stärke bleiben (28 Prozent) oder sogar aufgestockt werden (4 Prozent) sollten. 21 Prozent machten keine Angaben.

Der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper hatte vergangene Woche angekündigt, knapp 12.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. 6400 sollen zurück in die Vereinigten Staaten, etwa 5600 in andere Nato-Staaten in Europa verlegt werden – nach derzeitigem Stand vor allem nach Italien und Belgien. Betroffen sind Standorte in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

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