Teilnahme an Corona-Demo: Deutscher Basketball-Nationalspieler fristlos gekündigt

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Telekom Baskets Bonn trennen sich von Joshiko Saibou, der 30-Jährige stelle „ein permanentes Infektionsrisiko“ dar

DERSTANDARD

Joshiko Saibou muss sich einen neuen Verein suchen. Foto: imago images / Camera 4

Joshiko Saibou ist in der Coronazeit schon öfter angeeckt, doch diesmal hat sich der deutsche Basketball-Nationalspieler offensichtlich schwer verdribbelt. Es passierte mitten in Berlin zwischen 17.000 Menschen bei der so umstrittenen Großdemonstration gegen die Regierungsmaßnahmen. Weil Saibou dort in klarer Ablehnung der Hygieneregeln protestierte, ist er nun arbeitslos.

Am Dienstag kündigte ihm Bundesligist Telekom Baskets Bonn mit sofortiger Wirkung. Der offizielle Grund für die Trennung seien Verstöße „gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler“ gewesen, hieß es in der Pressemitteilung.

Bonns Geschäftsführer Wolfgang Wiedlich sorgte sich vor allem um die Gesundheit von Saibous Mitspielern: Der Verein könne „ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten“, sagte er.

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