Vor 30 Jahren: Islamische Länder verkünden „Kairoer Erklärung“- Menschenrechte im Scharia-Korsett


Die UN-Menschenrechtserklärung gilt ausnahmslos, überall und für jeden – oder doch nicht? Vor 30 Jahren verabschiedeten die islamischen Staaten eine eigene Deklaration. Von individueller Freiheit blieb nicht viel übrig.

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 Von Anfang an hatte die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ in der islamischen Welt keinen leichten Stand. Politische und religiöse Führer empfanden das UN-Dokument von 1948 – eine Lehre aus den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs – zunehmend als kulturfremde Gängelung aus dem Westen. Obwohl seinerzeit auch islamische Länder daran mitgearbeitet hatten.

Für Muslime: nur islamisches „göttliches“ Gesetz

Durch die Re-Islamisierung im Nahen und Mittleren Osten seit den 1970er Jahren verlor die Charta mit ihrer Betonung individueller Freiheitsrechte weiter an Boden. Der Vertreter der Islamischen Republik Iran erklärte es 1981 vor der UNO so: Das Regelwerk sei die säkulare Interpretation jüdisch-christlicher Traditionen. Für Muslime jedoch gelte nur das islamische, „göttliche“ Gesetz.

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