Altmaier räumt Versäumnisse der Bundesregierung bei Klimapolitik ein


Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat Versäumnisse in der Klimapolitiik eingeräumt.

Deutschlandfunk Nachrichten

Ein Mitarbeiter von Thyssen Krupp verfolgt in Duisburg am Hochofen im Stahlwerk den Anstich (dpa / Oliver Berg)

Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, in den kommenden Monaten müsse Deutschland den Weg zur Klimaneutralität unumkehrbar einschlagen. Er gebe zu, dass die Bundesregierung in den vergangenen Jahren Fehler gemacht und zu spät gehandelt habe, so Altmaier. Mehr als 15 Jahre habe man versucht, Klimaschutz weltweit zu koordinieren. Dabei sei viel Zeit verloren gegangen, ohne dass etwas Durchgreifendes geschehen sei. Nun habe sich die EU das Ziel gesetzt, 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Dafür sei es notwendig, dass nicht nur Verkehr und Heizungen, sondern auch die Industrie auf fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas verzichteten.

Altmaier nannte als Beispiel die Stahlproduktion. Stahl könne klimaneutral mit Wasserstoff produziert werden, der wiederum aus erneuerbaren Energien gewonnen werde. Diese Art der Produktion sei aber teurer als die konventionelle – deshalb müsse der Staat gemeinsam mit den Unternehmen handeln, um klimaneutral hergestellten Stahl wettbewerbsfähig zu halten.