Krebs durch „Mutationsnebel“


Schub für die Entartung: Forscher haben einen Mutationstyp in unserem Erbgut identifiziert, der besonders krebsfördernd ist. Die karzinogene Wirkung dieses „Mutationsnebels“ ist sogar stärker als die von Tabakrauch oder UV-Strahlung. Er kann hunderte von DNA-Fehlern auf einmal erzeugen – und trifft dabei besonders oft Tumorsuppressorgene. Auslöser dieser Mutationen ist ein körpereigenes Enzym, das normalerweise das Erbgut von Viren zerstören soll.

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Ein eigentlich gegen Viren gerichtetes Enzym verursacht gehäufte Mutationen – und kann daher Krebs auslösen. © ktsimage/ iStock

Krebs entsteht, wenn DNA-Schäden oder Mutationen die normalen Kontrollmechanismen der Zelle außer Kraft setzen. Dadurch beginnen die entarteten Zellen sich unkontrolliert zu vermehren, statt im zellulären Selbstmordprogramm abzusterben. Auslöser von krebsfördernden Mutationen können äußere Faktoren wie Strahlung, Tabakrauch und andere krebserregende Chemikalien sein, aber auch interne Auslöser wie fehlgeleitete Enzyme oder der explosive Zerfall ganzer Chromosomen.

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