Kölnerin bleibt in türkischer Haft


Vor zwei Jahren war die Kölner Sängerin Hozan Cane in der Türkei wegen Terrorvorwürfen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Jetzt wird der Fall der Deutschen erneut verhandelt – trotzdem muss sie im Gefängnis bleiben.

tagesschau.de

Hozan Cane | Bildquelle: dpa

Die Kölner Sängerin Hozan Cane muss vorerst in einem türkischen Gefängnis bleiben. Bei einer Neuverhandlung des Falles ordneten Richter im westtürkischen Edirne eine Verlängerung der Untersuchungshaft an. Sie begründeten dies mit dem noch ausstehenden Ergebnis einer medizinischen Untersuchung zum Gesundheitszustandes Canes.

Der Anwalt der Sängerin, Newroz Akalan, kritisierte die gerichtliche Anrodnung. Die Fortsetzung der Untersuchungshaft komme einem Strafvollzug gleich. Kritik kam auch aus der SPD-Bundestagsfraktion. Deren menschenrechtspolitischer Sprecher, Frank Schwalbe, äußerte sich enttäuscht: „Das ist nicht das, was wir uns erhofft haben, Hozan Cane ist zu Unrecht im Gefängnis“. Auch Vertreter des deutschen Generalkonsulats in Istanbul beobachteten den Prozess.

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