Nordsee: Invasiver Meereswurm breitet sich aus


Mit dem Austernhandel eingeschleppt? Forscher haben erstmals den Meereswurm Polydora websteri in der Nordsee nachgewiesen. Dieser ursprünglich aus Asien stammende Borstenwurm bohrt die Schalen von Austern an und gilt daher als Muschelschädling. Erste Funde vor Sylt und vor der niederländischen Insel Texel belegen nun, dass diese invasive Art jetzt auch ins Wattenmeer eingeschleppt worden ist.

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Der Borstenwurm Polydora websteri (orange) ist nun auch in die Nordsee eingeschleppt worden. © Dagmar Lackschewitz

Ob Rippenquallen, Krabben oder die austernfressende Pantoffelschnecke: Auch Nord- und Ostsee sind vor invasiven Arten nicht gefeit. Immer häufiger werden Tierarten in diese Meeresgebiete eingeschleppt, die ursprünglich aus anderen Regionen der Welt stammen. Häufig kommen sie mit dem Ballastwasser oder Aufwuchs von Schiffen oder werden durch Aquakulturen eingeschleppt. Einige dieser invasiven Arten können dann zu einer Gefahr für die heimischen Meeresbewohner werden.

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