Schweiz: Bundesgericht bestätigt Strafe für Flüchtlingshelferin Anni Lanz


Die wegen Verstosses gegen das Ausländergesetz verurteilte Flüchtlingshelferin Anni Lanz ist vor Bundesgericht mit einem Antrag auf Freispruch gescheitert. Sie habe rechtswidrig gehandelt und könne keinen Notstand geltend machen, urteilten die Richter.

Neue Zürcher Zeitung

Anni Lanz wird für ihren Einsatz für einen weggewiesenen afghanischen Asylbewerber verurteilt. Valentin Flauraud / Keystone

Die frühere Generalsekretärin von Solidarité sans frontières hatte im Februar 2018 versucht, einen afghanischen Asylbewerber in die Schweiz zurückzubringen, der nach Italien ausgeschafft worden war. Die beiden wurden jedoch beim Grenzübergang in Gondo (Wallis) im Auto eines weiteren Fluchthelfers von der Polizei angehalten.

Das Walliser Kantonsgericht verurteilte die Menschenrechtsaktivistin wegen Förderung der illegalen Einreise zu einer Geldstrafe von 800 Franken und erlegte ihr die Verfahrenskosten von 1400 Franken auf. Gegen dieses Urteil legte die 74-jährige Baslerin Rekurs ein.

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