Umgehung von Sanktionen: Versteckte Geschäfte mit Gemälden


Sanktionen gegen Einzelpersonen wie das Einfrieren von Vermögen sind ein wichtiges Instrument internationaler Politik. Doch Geschäftsleute können dies umgehen – zum Beispiel über den Kunstmarkt.

Silvia Stöber | tagesschau.de

Ein Auktionator hält während einer Versteigerung einen Hammer in der Hand | Bildquelle: picture alliance/dpa

Es war ein Handel, wie er auf dem Kunstmarkt offenbar oft und ohne großes Aufsehen vonstatten geht: Im Frühjahr 2014 verkaufte ein privater Kunsthändler René Magrittes Gemälde „La Poitrine“ an eine Frau, die sich als Direktorin der Firma „Highland Ventures“ ausgab.

Dann aber sah sich der Ständige Unterausschuss für Ermittlungen des US-Kongresses die Details des Verkaufs genau an und fand heraus: „Highland Ventures“ lasse sich auf den russischen Geschäftsmann Boris Rotenberg zurückführen. Die Kaufsumme wiederum habe der Kunsthändler über weitere Briefkastenfirmen erhalten. Eine davon gehe auf Rotenbergs Bruder Arkadi zurück, schreibt der Ausschuss in einem kürzlich erschienenen Report. Die Rotenbergs zählen zu den schwer vermögenden Unternehmern im engen Umfeld von Russlands Präsident Wladimir Putin.

weiterlesen