Israel verbannt Bibelsatire aus Kurrikulum: Satirische Sketche zur jüdischen Geschichte


Nach Protesten aus dem konservativ-religiösen Lager hat Israels Bildungsministerium eine Reihe satirischer Sketche zur jüdischen Geschichte aus dem Curriculum des Bibelunterrichts genommen. 

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Entsprechende Links auf einer Lehrerplattform seien gelöscht worden, berichtet die Zeitung „Haaretz“ (Freitag). Das Ministerium kündigte nach dem Protest mehrerer Abgeordneter, Parteimitglieder und Aktivisten aus dem konservativen und religiösen Lager an, den Inhalt der Videos zu prüfen. Eine spätere Wiederaufnahme der Inhalte sei nicht ausgeschlossen.

Der orthodox-jüdische Schas-Abgeordnete Uriel Bouso kritisierte das Programm laut dem Bericht in einem Brief an Bildungsminister Joav Gallant als verabscheuungswürdig. Es verspotte „alles, was dem jüdischen Volk heilig und teuer ist“ und könne in den Händen von Pädagogen unvorstellbaren Schaden anrichten. Auch mehrere Mitglieder der Likud-Partei hatten in einem Schreiben an Gallant die Sendung kritisiert. Sie verspotte „Prinzipien von Religion, Glauben und Tradition und verzerre die Geschichte der Bibel“.

Bezalel Smotrich (Jüdische Heimat – Nationalunion) forderte Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit auf, die Sendung aus dem Programm zu nehmen. Er argumentierte mit dem Verbot von öffentlicher Verletzung von Religion oder religiöser Gefühle.

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