Predigen statt Leuchter putzen: Der Frauenaufstand in der Kirche


Viele fragen sich, wie ein Neuanfang zu einer glaubwürdigen Kirche und eine Gleichstellung der Frauen innerhalb der römisch-katholischen Kirche aussehen kann. Nicht zuletzt die Bewegung „Maria 2.0“ steht für diese Diskussion. Auch eine Reportage im Ersten geht dieser Frage nach.

 Heide-Marie Göbbel | katholisch.de

Im Lesekreis der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster trafen sich im Frühjahr 2019 ein Dutzend Frauen, um über „Evangelii gaudium“ zu sprechen, das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus. Sie diskutierten dabei auch ihre persönliche Situation als Frauen in der Kirche und ihre täglichen Schwierigkeiten. Oft wurden sie von kirchenfernen Menschen gefragt, warum sie überhaupt noch dabei seien. Sie beschlossen, dem Warten auf Veränderungen ein Ende zu setzen – und selbst aktiv zu werden.

Sie organisierten eine Streikwoche und gründeten die Initiative „Maria 2.0„. Die Frauen-Protestbewegung fordert nichts Geringeres als einen Neuanfang der katholischen Kirche einschließlich der restlosen Aufklärung aller Missbrauchsfälle; außerdem eine absolute Geschlechtergerechtigkeit bis hin zur Öffnung von Weiheämtern für Frauen.

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