Florian Schroeder und die Anti-Corona-Demo: „Wollt ihr die totale Meinungsfreiheit?“


Wie der Kabarettist Florian Schroeder bei der Stuttgarter „Querdenken“-Kundgebung den Corona-Gegnern mit Hegels Dialektik den Wind aus den Segeln nimmt.

Christiane Peitz | DER TAGESSPIEGEL

Der Kabarettist Florian Schroeder, hier in der Show „Mensch Gottschalk – Das bewegt Deutschland“.Foto: dpa/Jens Kalaene

„Mein Name ist Schroeder und ich komme aus dem Mainstream“. So stellt sich der Kabarettist Florian Schroeder auf der Stuttgarter „Querdenken“-Kundgebung am Samstag dem Publikum vor. Anzug, Krawatte, Mikro, Applaus. „Man hat mir gesagt, hier in Stuttgart ist die Freiheit.“ Gejohle, Riesenapplaus.

Raffiniert? Ja, aber gleichzeitig spielt Schroeder mit offenen Karten.

Zunächst gibt der 40-jährige TV-Satiriker dem Affen Zucker: „Wenn in Berlin 1,3 Millionen waren, dann sind wir heute hier locker 130.000.“ (Die Polizei zählte in Stuttgart mehrere hundert Anti-Corona-Demonstranten, die Veranstalter sprechen von 5000.) Und schließt eine Zote vom Gesundheitsministerium-Staatssekretär im Puff an.

Aber dann zaubert er einen Überraschungsgast aus dem Hut, den württembergischen Philosophen Georg Friedrich Wilhelm Hegel, dessen 250. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird.

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