Kritik an Plänen für Abtreibung ohne Klinikaufenthalt in Italien


Ideologisch und wirtschaftlich begründet? Die jüngsten Pläne der italienischen Regierung, den Einsatz der Abtreibungspille RU486 auch ohne Krankenhausaufenthalt zu erlauben, stoßen auf Kritik.

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So sieht etwa die Vorsitzende der italienischen Lebensschutzbewegung „Movimento per la Vita“, Marina Casini, das Vorhaben vor allem ideologisch und wirtschaftlich begründet. Frauen würden im schwierigen Moment eines Schwangerschaftsabbruchs allein gelassen, während die Vernichtung menschlichen Lebens weiter banalisiert werde, sagte Casini dem Portal Vatican News (Sonntag).

Am Samstag hatte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza Berichte über entsprechende Pläne auf Twitter bestätigt. Die neuen Leitlinien sehen demnach einen Schwangerschaftsabbruch durch Mifepriston und Prostaglandin in der Tagesklinik und bis zur neunten Woche vor. Dies sei „ein wichtiger Schritt vorwärts“ unter Achtung der bestehenden Rechtslage, so Speranza.

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