Schwefel: Landwirtschaft überholt fossile Brennstoffe


Schleichende Kontamination: Die Landwirtschaft trägt heute mehr Schwefel in Böden ein als fossile Brennstoffe zum Höhepunkt des sauren Regens, wie eine US-Studie enthüllt. Hauptquelle dieses Eintrags sind schwefelhaltige Dünger und Pestizide. Stellenweise gelangt über sie bis zu zehnmal mehr Schwefel in Böden und Gewässer als noch Mitte des 20. Jahrhunderts, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

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Dünger und Pestizide aus der Landwirtschaft sind inzwischen vielerorts die größten Quellen für Schwefeleinträge in Böden und Gewässer. © John Lambeth / Pexels

Schwefelemissionen waren der Grund für den sauren Regen und das große Waldsterben im 20. Jahrhundert: Millionenfach gelangte der Schwefel aus der Kohleverbrennung und Industrieabgasen ungefiltert in die Luft. Dort reagierte er mit Wasser zu schwefelsäurehaltigen Tröpfchen, die abregneten und die Waldböden großflächig versauern ließen. Inzwischen haben strengere Umweltauflagen diese Emissionen stark gesenkt.

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