Bodenschätze im Mittelmeer: Kann die EU Erdogan stoppen?


Die Türkei will vor Zypern und Griechenland nach Gas bohren – das versetzt EU-Diplomaten in Aufruhr. Nun soll Druck auf den türkischen Präsidenten Erdogan ausgeübt werden, um eine militärische Auseinandersetzung zu verhindern.

Helga Schmidt | tagesschau.de

Der Kollisionskurs der Türkei im östlichen Mittelmeer hat die Brüsseler Diplomaten aus der Sommerpause gerissen. Die EU sieht gleich zwei Mitgliedsländer direkt bedroht, Griechenland und die Republik Zypern, weil die Türkei in deren Seegebiet nach Gas und ÖL bohren will.

Seit Anfang der Woche ist ein türkisches Forschungsschiff zur Erkundung von Probebohrungen vor der griechischen Insel Kastellorizo unterwegs, es wird begleitet von Schiffen der türkischen Marine. Kastellorizo liegt wenige Kilometer vor dem türkischen Festland. Die EU-Kommission ist alarmiert. Ihr Sprecher Peter Stano warnte gestern vor jeder weiteren Eskalation.

EU will klare Botschaft senden

Die jüngste Entwicklung sei äußerst besorgniserregend, erklärte der Kommissionssprecher. Eine weitere Eskalation sei keine Antwort auf die Probleme in der Region, sie führe nur zu größeren Konflikten und Misstrauen. Nötig sei jetzt eine Lösung im Einklang mit dem internationalen Recht.

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