Strom aus dem Ziegelstein


Wände als Stromlieferanten: Normale Ziegelsteine lassen sich in Energiespeicher umwandeln, die beispielsweise Strom für die Außenbeleuchtung eines Hauses liefern. Möglich wird dies durch die Beschichtung des Ziegels mit einem leitfähigen Polymer. In Kombination mit dem im Ziegel enthaltenen Eisenoxid lässt sich der Backstein damit in einen Superkondensator umwandeln – einen elektrochemischen Energiespeicher, der besonders schnell lädt und entlädt.

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Diese Ziegelsteine wurden in Superkondensatoren umgewandelt und liefern nun Strom für die LED. © D’Arcy Lab/ Washington University in St. Louis

Sie sitzen im Notebook, in der Digitalkamera und im Handy, aber auch in Windturbinen oder Defibrillatoren: Superkondensatoren werden oft ergänzend zu herkömmlichen Akkus eingesetzt, weil sie in kurzer Zeit viel Strom abgeben können. Sie gleichen dadurch Bedarfsspitzen aus. Zwar können diese „Supercaps“ weit weniger Energie speichern als ein Akku, dafür lassen sie sich schnell und fast unendlich oft wiederaufladen.

Möglich wird dies, weil in den Superkondensatoren zusätzlich zum Ladungstransport zwischen den beiden Polen auch Redoxreaktionen ablaufen, die für eine elektrochemische Auf- oder Entladung sorgen.

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