Wegen Corona: Massiver Wirtschaftseinbruch in Lourdes


Nur in Paris gibt es mehr Hotelübernachtungen als in Lourdes – in normalen Jahren. Doch die Corona-Pandemie hat den Wallfahrtsbetrieb fast zum Erliegen gebracht – nicht nur ein spiritueller Verlust: Auch die lokale Wirtschaft liegt am Boden.

katholisch.de

Der französische Marienwallfahrtsort Lourdes leidet massiv unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die lokale Wirtschaft rechnet laut aktuellen Medienberichten mit einem Verlust von vier Millionen Euro, das Heiligtum selbst sogar mit acht Millionen. „Das Jahr 2020 ist eine Nullnummer“, so der Vizerektor der Wallfahrtstätte Xavier d’Arodes, „und 2021 wird auch kein normales Jahr.“ Aufgrund der wirtschaftlichen Situation war am Montag auch der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire zu einem Ortsbesuch in der Stadt. Er sprach sich für einen Hilfsplan in Kooperation von Region, staatlicher Investitionsbank Caisse des Dépôts und der lokalen Wirtschaft aus.

Anstelle von 20.000 Pilgern kommen laut Wallfahrtsdirektion nur noch etwa 8.000 Gläubige pro Tag, 95 Prozent der Pilgerreisen würden abgesagt. Restaurants und Cafés haben 40 Prozent ihres Umsatzes verloren, zwei Drittel der Hotels haben noch nicht wieder geöffnet. Statt der sonst üblichen 2,6 Millionen Übernachtungen rechnet der Vorsitzende des Gastgewerbeverbands des Departements Hautes-Pyrénées, zu dem Lourdes gehört, mit höchsten 150.000.

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