Apostel Kohlgraf: Es geht um das Evangelium, nicht um die Rettung der Kirche


Der Mainzer Bischof Kohlgraf fordert neue Formen der Glaubensverkündigung. Dabei müsse die Kirche über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Auch außerhalb ihrer institutionellen Grenzen gebe es Glauben – und innerhalb Unglauben.

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Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ruft dazu auf, über den kirchlichen Tellerrand hinaus zu schauen und neue Formen der Verkündigung zu suchen. In einem Beitrag für die Zeitschrift „basis“, die von der Schönstatt-Bewegung herausgegeben wird, schreibt er: „Auch uns heute darf es nicht zuerst um die Rettung der Kirche und ihrer oft vertrauten Formen gehen, sondern um die Entdeckung der Schönheit des Evangeliums. Dazu müssen wir Formen finden, die den Ursprung bewahren, aber ins Heute übersetzen.“

Tiefer Glaube auf scheinbar heidnischem Gebiet

Der Bischof geht auf die Frage Jesu aus dem Lukas-Evangelium ein: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?“ Diese beschäftige ihn aktuell in neuer Schärfe: „Menschen treten aus der Kirche aus, wir verlieren an gesellschaftlichem Einfluss, vieles ist in Veränderung begriffen, auch im Abbruch. Verlässlich Neues zeigt sich noch nicht.“

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