Mehr Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung


Die Zahl der Betroffenen ist laut Statistischem Bundesamt seit 2015 massiv gestiegen – von 79 000 auf 143 000 im Jahr 2019. Die Linke fordert einen Behandlungs-Fonds.

Süddeutsche Zeitung

In Westdeutschland waren zuletzt 117 000 Menschen ohne Krankenversichrung, in den neuen Ländern 26 000. (Symbolbild) (Foto: dpa)

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die keine Krankenversicherung haben, ist gestiegen. Waren es 2015 noch 79 000 Betroffene, so gab es im vergangenen Jahr 143 000 Menschen ohne Krankenversicherung im Land. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Abgefragt hatte die Zahlen die Linken-Sozialpolitikerin Sabine Zimmermann, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. In Westdeutschland waren es demnach zuletzt 117 000, in den neuen Ländern 26 000 Betroffene. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 78,94 Millionen Krankenversicherte.

Zimmermann forderte die Bundesregierung auf, das Recht auf medizinische Versorgung zu gewährleisten. Konkret schlug sie die sofortige Einrichtung eines Fonds vor, um die Behandlung von Menschen ohne Krankenversicherung zu finanzieren. Freiwillig Versicherte wie etwa Selbstständige mit geringen Einkünften müssten bei den Beitragszahlungen stärker entlastet werden.

weiterlesen