Wegen Vandalismus schließen mehrere Kirchen in Frankreich Raub, Hostienschändung und Zerstörungen


Nach neuerlichen Fällen von Vandalismus und Diebstahl haben sich mehrere französische Pfarrkirchen für eine Schließung außerhalb der Gottesdienstzeiten entschieden. Die Zeitung „La Croix“ berichtet über diverse Vorfälle.

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Unter den Vorfällen sind Raub von liturgischen Geräten, Reliquien und Kreuzwegstationen, Hostienschändung und Zerstörungen.

Bemühung, Kirchen offen zu halten

Der Kunstbeauftragte der Französischen Bischofskonferenz, Gautier Mornas, ermunterte die Pfarreien, ihre Kirchen für die Gläubigen offenzuhalten. Allerdings sei unabdingbar, Kunstgegenstände in einem Zentralregister zu erfassen, um sie auf dem Kunstmarkt identifizieren und wiederauffinden zu können. Landesweit habe jedes vierte Bistum sein religiöses Erbe noch gar nicht inventarisiert; bei einem weiteren Viertel sei dies noch in Gang.

Vandalismus in Kirchen ist in Frankreich ein seit Jahren wachsendes Problem. 2019 verzeichnete das Innenministerium laut Zeitungsangaben 1.052 antichristliche Vorfälle, darunter 996 Taten und 56 Drohungen.