Beteigeuze: Es war doch nur Staub

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Rätsel gelöst: Die mysteriöse Abdunklung des nahen Roten Riesen Beteigeuze ist doch kein Vorbote einer Supernova. Stattdessen hat ein gewaltiger Plasma-Ausbruch eine Staubwolke erzeugt, die den Stern seit Dezember 2019 um fast zwei Drittel dunkler machte. Das belegen nun Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble. Sie zeigen auch, dass die Oberfläche von Beteigeuze seit April 2020 wieder normal hell leuchtet.

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Das steckt hinter der Abdunklung von Beteigeuze: Ein gewaltiger Plasmaausbruch schleuderte Material ins All, das dann zur Staubwolke abkühlte. © NASA, ESA, and E. Wheatley (STScI)

Der Schulterstern des Orion gibt Astronomen seit Monaten Rätsel auf. Denn der rund 700 Lichtjahre entfernte Rote Riese hatte innerhalb weniger Wochen drastisch an Leuchtkraft verloren – er wurde um rund zwei Drittel dunkler, was sogar mit bloßem Auge sichtbar war. Eine solche Verdunklung kann das Vorzeichen einer bevorstehenden Supernova sein. Die unregelmäßige Verteilung der dunklen Stellen könnte aber auch von Sternenflecken oder großen Staubwolken verursacht werden.

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