Bundesverfassungsgericht: Regierung muss Triage nicht regeln

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Wer wird bei medizinischer Überlastung behandelt? Wer nicht? Der Gesetzgeber muss dies – zumindest vorerst – nicht verbindlich regeln. Das Bundesverfassungsgericht wies einen Eilantrag von neun Menschen ab.

tagesschau.de

Intensivpflegeplatz am Hamburger Universitätsklinikum | Bildquelle: via REUTERS

Der Gesetzgeber muss vorerst nicht verbindlich regeln, wen Ärzte in der Corona-Pandemie bei medizinischen Engpässen – zum Beispiel bei fehlenden Beatmungsgeräten – retten sollen und wen nicht. Mit einem heute veröffentlichten Beschluss zur Triage wies das Bundesverfassungsgericht einen entsprechenden Eilantrag ab.

Triage (französisch für „sortieren“ oder „aussuchen“) bezeichnet in der Medizin eine Methode, um im Fall einer krisenhaften Überlastung die Patienten auszuwählen, die zuerst eine medizinische Behandlung erhalten. Ärzte müssen somit auch entscheiden, welche Menschen später oder sogar gar nicht versorgt werden.

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