Dürre macht Böden wasserabweisender


Paradoxer Effekt: Weil die Böden in Deutschland so ausgetrocknet sind, können sie stellenweise kaum noch Wasser aufnehmen. Das Phänomen der Benetzungshemmung macht die Bodenoberfläche wasserabweisend. Dies blockiert das Eindringen des Regenwassers in den Boden und kann die Erosion verstärken. Gleichzeitig fehlt dann den Pflanzen trotzdem das wichtige Nass. Wie groß das Ausmaß dieser Benetzungshemmung ist, untersuchen deutsche Geoforscher zurzeit.

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So sieht es aus, wen ein ausgetrockneter Boden wasserabweisend geworden ist. © BGR

In Deutschland ist es noch immer viel zu trocken – davon zeugen vertrocknete Pflanzen, austrocknende Moore und hohe Waldbrandstufen in vielen Regionen. Seit dem extremen Trockenjahr 2018 hat es zu wenig geregnet. Auch die Starkregen in diesem Sommer reichten nicht aus, um die Bodenfeuchte ausreichend anzuheben: Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für die oberen 25 Zentimeter zurzeit vielerorts Werte moderater und extremer Dürre.

Pflanzliche Fette stören die Wasseraufnahme

Das Problem dabei: Gerade die starke Austrocknung kann die Erholung der Böden und ihre Wasseraufnahme blockieren. Denn wenn ein Boden zu trocken ist, kann seine Oberfläche wasserabweisend werden – Forscher bezeichnen dies als Benetzungshemmung.

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