Wie der Katholik Biden um Evangelikale wirbt


Gewinnt der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden im November die Wahlen, bekommen die USA den zweiten römisch-katholischen Präsidenten. Politik und Glauben sind wieder einmal eng vermischt im Wahlkampf.

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Joe Biden, ehemaliger US-Vizepräsident und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, spricht während eines Gottesdienstes. © Rogelio V. Solis/AP (dpa)

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat es nicht leicht beim Werben um christliche Wählerstimmen. Donald Trumps Republikaner verlassen sich auf die «christliche Rechte». Der Präsident gilt unter vielen weißen Protestanten als Verteidiger christlicher Werte beim Thema Abtreibung und Religionsfreiheit. 

Manche Abtreibungsgegner machen Biden die katholische Identität streitig wegen seiner Befürwortung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch. Der amtierende US-Präsident Trump behauptete Anfang August bei einer Wahlansprache in Ohio, Biden verfolge eine „radikale linke Politik“. Er sei „gegen Gott“ und die Bibel und gegen Schusswaffen.

In der Demokratischen Partei sind Glaubensfragen komplex. Ihre Kernwähler sind säkular orientierte junge Menschen und zugleich kirchlich engagierte Afroamerikaner. Der 77-jährige Biden ist ein katholischer Politiker alten Schlages. Mehr als andere Demokraten spricht er häufig über seinen Glauben und seine Kindheit in einem katholischen Elternhaus.

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