Berliner Vizechefin der AfD tritt zurück: AfD-Fraktion zerlegt sich selbst


Kristin Brinker hat ihren Rücktritt als stellvertretende Vorsitzende erklärt, bleibt aber Mitglied der Fraktion. Ein Wochenkommentar.

Stefan Alberti | taz

Kristin Brinker (AfD) nimmt ihren Hut als Vizechefin der Fraktion Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa

Die AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, seit der Wahl 2016 zumindest formell schon von 25 auf 22 Abgeordnete geschrumpft, ist weiter dabei, sich zu zerlegen. Nach einer Fraktionssitzung am Dienstagabend erklärte Kristin Brinker ihren Rücktritt als stellvertretende Vorsitzende, bleibt allerdings Mitglied der Fraktion.

AfD halt, immer gut für einen Eklat? Eben nicht, denn das ist nicht irgendein Rücktritt. Frühere Ausschlüsse trafen Abgeordnete, die nicht unbedingt Leistungsträger der Fraktion waren. Das Zerwürfnis mit Brinker aber trifft die Frau, die der Fraktion am ehesten ein bürgerliches Gesicht gab – genau das, was die AfD anstrebt.

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