Deutschland stöhnt unter einem dystopischen Belastungsmix


Die Hitzewelle strapaziert eine Bevölkerung physisch, die bereits wegen psychischer Überforderung stöhnt. Und das ist längst nicht alles.

Ariane Bemmer | DER TAGESSPIEGEL

Erst Corona, jetzt diese Hitze – nun muss aber auch mal Schluss sein!Foto: Sina Schuldt/dpa

Ob jetzt Gewitter durchziehen oder nicht, die Hitze ist da. Sie hat sich festgesetzt. Steckt in den Häuserwänden, die noch lange nach Sonnenuntergang noch abstrahlen, im Asphalt, im Beton, im vertrockneten Laub, das überall liegt, im trockenen Staub. Wohnungen sind stickig, lüften bringt nur noch mehr Wärme rein. Nachts wälzt man sich, und jeder Motor, der irgendwo läuft, treibt die Temperatur noch höher.
Ist es nicht ein Graus?

Ob die Hitzewelle in diesem Jahr tatsächlich quälender ist in anderen Jahren ist für die Frage vielleicht gar nicht so entscheidend. Zum Graus wird die diesjährige Hitzeperiode allein schon deshalb, weil sie die erste ist, die mit Maske ertragen werden will, unter der es gleich noch etwas stickiger ist.

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