Wenn aus Gott intelligentes Design wird, macht das auch nichts besser


Christliche Fundamentalisten versuchen den Widerspruch von der Schöpfungslehre und der Evolutionstheorie aufzulösen. Daraus resultiert eine seltsame Theorie.

Hugo Stamm | watson.ch/Sektenblog

Mit dem Alten Testament hat Gott den strenggläubigen Christen, die die Bibel als authentisches Wort Gottes auslegen, ein Ei gelegt. Nicht nur erscheint Gott darin als rachsüchtiger, gewalttätiger Schöpfer, es werden auch Hunderte Gräueltaten beschrieben. Das passt schlecht zum Bild vom liebenden Vater aus den Sonntagspredigten.

Eine Krux der besonderen Art ist auch das Buch Genesis, das die Erschaffung der Erde in sechs Tagen beschreibt. Diese abenteuerliche Theorie, Kreationismus genannt, kann kein halbwegs gebildeter Mensch ernst nehmen, zumal nach dieser «göttlichen Idee» die Welt maximal 10‘000 Jahre alt wäre.

An der Genesis kauen christliche Fundamentalisten schwer, denn bei der Zeitrechnung hat sich der allwissende Gott offensichtlich kolossal verhauen. Versteinerte Ammoniten und Überreste von Mammuts und Dinosauriern zeigen, dass die Erde nicht 10’000 Jahre alt ist, sondern älter. Viel älter. Eben Hunderte Millionen Jahre.

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