Hitzetote, Unwetter, Waldschäden: Deutschland braucht dringend eine Hitzeschutzplan


Trotz Corona-Krise muss die Bundesregierung nach dem Vorbild Frankreichs einen Hitzeschutzplan entwickeln. Ausreden gibt es keine mehr.

Joachim Wille | Frankfurter Rundschau

Noch ist der Sommer nicht zu Ende. Für eine Bilanz ist es zu früh. Doch eines kann man schon sagen: So extrem wie in den Jahren 2018 und 2019 wird diese in Deutschland diesmal nicht ausfallen. Weder wurde ein Hitzerekord erreicht wie im vorigen Jahr mit 42,6 Grad in Lingen im Emsland, noch hat die Trockenheit so fatale Ausmaße angenommen wie 2018, als Flüsse fast austrockneten und die Landwirtschaft gravierende Ernteausfälle verzeichnete.

Die aktuelle Hitzewelle mit ihren tropischen Nächten ließ vielerorts Erinnerungen an diese beiden Extremjahre aufkommen, doch sie geht gerade zu Ende. Für die neue Woche erwarteten die Wetterexperten wieder eher „normale“ Augusttemperaturen.

Doch ist damit alles wieder gut mit Wetter und Klima? Keineswegs. Wer durch den Wald oder die Städte geht, kann nicht übersehen, dass etwas nicht stimmt. Und nicht nur wegen Corona. Viele Bäume sehen aus, als wäre schon Herbst.

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