Illegale Geldgeschäfte: Hawala-Banking großes Problem


Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in Berlin immer öfter wegen illegaler Geldgeschäfte. Dazu zählen auch Geldtransfers mit dem sogenannten Hawala-System, das Kriminelle gerne nutzen. Bis Ende Juli dieses Jahres gab es bereits 149 neue Ermittlungsverfahren, wie aus der Antwort der Senatsjustizverwaltung auf eine Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (FDP/fraktionslos) hervorgeht. Im gesamten Vorjahr waren es 150 Verfahren, 2018 und 2017 gab es insgesamt nur 16 Ermittlungen.

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Bei den insgesamt 315 Verfahren seit 2017 zu Verstößen gegen das Kreditwesengesetz wegen illegaler Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen (Paragraf 54), kam es bislang zu einem Urteil mit einer Gefängnisstrafe sowie einer weiteren verhängten Strafe. Mehr als 90 Ermittlungen wurden eingestellt. In vielen Fällen laufen die Untersuchungen noch. Weitere Verfahren wurden mit anderen Ermittlungen zusammengefasst oder an andere Behörden übergeben.Wie häufig und in welchem Umfang das sogenannte Hawala-Banking in Berlin benutzt wird, ist laut Senat nicht genau bekannt. Allerdings spielt es nach Angaben der Senatsinnenverwaltung im Berliner Rauschgifthandel „seit vielen Jahren“ eine Rolle. Auch Islamisten nutzen das System. Es gebe „immer wieder Erkenntnisse, die auf Geldflüsse seitens der Täter mittels Hawala-Banking“ schließen lassen. Wegen der abgeschotteten kriminellen Szenen sind die Ermittlungen schwierig. „Es konnten bisher nur in besonderen Ausnahmefällen ermittlungsverwertbare Hinweise erlangt werden“, gibt der Senat zu.

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