Warum starb das Wollnashorn aus?


Jahrtausende lang stapften sie durch die eisigen Landschaften Eurasiens – doch am Ende der letzten Eiszeit verschwanden die Wollnashörner schließlich sogar aus Sibirien. Hat der Mensch sie ausgerottet oder machte ihnen der damalige Klimawandel den Garaus? Die Ergebnisse einer genetischen Studie sprechen nun eher für einen schnellen Wandel der Umweltbedingungen als Ursache für das Aussterben. Denn die Population der Wollnashörner blieb auch noch lange stabil, nachdem der Mensch sich in ihrem Lebensraum etabliert hatte. Zum Niedergang kam es offenbar erst mit dem Beginn einer bekannten Warmphase.

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Offenbar war der Mensch eher nicht für das Aussterben des gehörnten Steppenbewohners verantwortlich. (Bild: Fedor Shidlovskiy)

Neben dem Wollhaarmammut ist das Wollnashorn (Coelodonta antiquitatis) ein weiterer Promi der eiszeitlichen Megafauna des Nordens. Seine Merkmale sind durch Fossilien aus dem Permafrost Sibiriens und auch durch Knochenfunde in Europa gut bekannt. Das Wollnashorn erreichte demnach eine Körperlänge von über 3,60 Metern und ein Gewicht von fast drei Tonnen. Das charakteristische Horn dieser Tiere erreichte über den Bogen gemessen bis zu 1,23 Meter. Durch seinen stämmigen Körperbau und das dicke Fell war das Wollnashorn gut an die rauen Steppenlandschaften der Eiszeit angepasst.

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