Dschihadist aus Tabqa in Potsdam festgenommen


In Potsdam ist ein Dschihadist aus Tabqa festgenommen worden. Die nordsyrische Stadt stand 2013 unter der Herrschaft der Milizen „Ahrar aI-Tabka“ und „Ahrar al-Sham“, wurde 2014 vom IS erobert und 2017 von den QSD befreit.

ANF NEWS

YPJ-Kämpferinnen nach der Befreiung von Tabqa. Bild: ANF

Die Bundesanwaltschaft hat einen syrischen Dschihadisten in Potsdam festnehmen lassen. Seine Wohnung wurde durchsucht. Khaled A. wird die Mitgliedschaft in den Milizen „Ahrar aI-Tabka“ und „Ahrar al-Sham“ vorgeworfen, die in Deutschland als „ausländische terroristische Vereinigungen“ klassifiziert werden.

Der Beschuldigte ist laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, sich von Januar bis Oktober 2013 an den dschihadistischen Milizen beteiligt zu haben. Weiterhin werden ihm ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

Die Bundesanwaltschaft erklärt zum Inhalt des Haftbefehls: „Khaled A. schloss sich spätestens Ende Januar 2013 in Syrien der „Ahrar al-Tabka“ an, um auf Seiten der Rebellen an dem dortigen Bürgerkrieg teilzunehmen. Ziel der Gruppe und des Beschuldigten war es, die politische Ordnung in seinem Heimatland mit Waffengewalt zu verändern und in stärkerem Maße an religiösen Maximen im Sinne einer islamisch geprägten Ordnung auszurichten. Neben dem Regime des syrischen Machthabers Bashar Al-Assad wurden deshalb zugleich „Ungläubige und Abtrünnige“ bekämpft. Die Gruppierung zählte in der Folge zu dem Militärbündnis der sog. „Euphrat-Bataillone“, zu welchen unter anderem auch die Terrororganisation „Jabhat al-Nusra“ gehörte.

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