Früherer Tod durch Bisphenol A


US-Forscher sehen erhöhte Sterblichkeit bei Menschen, die höhere Konzentration der Chemikalie im Blut haben.

DER TAGESSPIEGEL

Bis vor kurzem schlummerte der Schadstoff auch in Kassenbons.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Umweltchemikalie Bisphenol A (BPA) erhöht einer Studie zufolge die Sterblichkeit. Menschen, bei denen höhere BPA-Werte gemessen worden waren, hatten ein höheres Risiko dafür, vorzeitig zu sterben, als Menschen mit niedrigeren BPA-Werten, berichten US-Forscher im Fachmagazin „JAMA Network Open“. 

Die zugrundeliegenden Mechanismen seien noch nicht bekannt. Denkbar sei, dass die Chemikalie Entzündungsprozesse hervorruft oder die Steuerung der genetischen Aktivität beeinflusst.

Stoff in vielen Alltagsprodukten enthalten

Bisphenol steckt in zahlreichen Alltagsprodukten vor allem aus bestimmten Kunststoffen oder Epoxidharzen – in Plastikflaschen, Konservendosen, Thermopapier, CDs, Bodenbelägen oder auch medizinischen Materialien wie Zahnfüllungen. Spuren der Substanz sind auch im menschlichen Körper nachweisbar – in den USA etwa bei 90 Prozent der Bevölkerung, wie die Forscher um Wei Bao von der University of Iowa schreiben.

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