WHO: Tedros warnt vor „Impfstoff-Nationalismus“


Die Weltgesundheitsorganisation fordert erneut ein Ende des nationalen Egoismus bei der Sicherung von Beständen potenzieller Impfstoffe gegen das Coronavirus.

Deutschlandfunk-Nachrichten

WHO-Generaldirektor Tedros (imago / Liu Qu / Xinhua)

Es müsse Schluss sein mit dem „Impfstoff-Nationalismus“, sagte Generaldirektor Tedros. Er habe alle WHO-Mitglieder brieflich dazu aufgerufen, einem multilateralen Ansatz zu folgen. Wenn Länder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund rückten, mache dies die Pandemie nur noch schlimmer. „Niemand ist sicher, bis alle sicher sind“, sagte Tedros wörtlich.

Er reagierte damit auf Ankündigungen verschiedener Regierungen, sich größere Mengen eines möglichen Impfstoffes zu sichern. Tedros betonte, dass Nationalismus schon zu Beginn der Corona-Pandemie die Situation verschlimmert habe. Länder hätten damals Exportbeschränkungen und Ausfuhrverbote für Schutzkleidung, Medikamente und andere medizinische Güter verhängt.

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