Corona-Leugner sind für höchste Infektionszahlen seit Monaten verantwortlich – wieder einmal

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In Südkorea zeigt sich die Fragilität des Normalzustands: Christliche Covid-19-Leugner sind für die höchsten Infektionszahlen seit fünf Monaten verantwortlich – wieder einmal.

Fabian Kretschmer | Frankfurter Rundschau

Seuchenhotspot: Mitarbeiter der Stadt Seoul desinfizieren eine Kirche. © Lee Ji-Eun/Yonhap/dpa

Zurecht gilt Südkorea als Corona-Musterschüler. Kaum ein Land hat die Pandemie derart rasch unter Kontrolle bekommen: Mit aggressiver Kontaktverfolgung und strikter Maskenpflicht konnten die Koreaner bereits mehrere große Infektionswellen abwenden, und das ohne weder einen Lockdown verhängt, noch seine Grenzen vollständig geschlossen zu haben. Die täglichen Ansteckungen haben sich bei einer Bevölkerungsgröße von 51 Millionen im niedrigen zweistelligen Bereich eingependelt, bislang sind nur knapp mehr als 300 Menschen an dem Virus gestorben.

Nun jedoch steht das Land vor dem Abgrund, wenn man den Regierungsbeamten in Seoul zuhört: „Wir betrachten die derzeitige Situation als Anfangsstadium einer flächendeckenden Übertragung“, sagte Jung Eun-kyeong, Leiterin der koreanischen Behörde zur Seuchenprävention, bei einer Pressekonferenz am Montag. Wenn die derzeitige Verbreitung nicht kontrolliert werden könne, dann müsse man mit einem exponenziellen Wachstum der Infektionszahlen und infolgedessen einem Kollaps des Gesundheitssystems rechnen.

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