Frankfurter Beamte nach Tritten suspendiert – Gewerkschaft kritisiert „Hysterie“ bei Kritik an Einsätzen

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Nach der Veröffentlichung zweier Videos von einem Polizeieinsatz gegen einen 29-Jährigen in Frankfurt am Main sind drei Beamte inzwischen vom Dienst suspendiert worden.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Polizeibeamte versuchen, einen aggressiven Jugendlichen zu stellen. (Screenshot / Twitter)

Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen sie ein „Verbot des Führens der Dienstgeschäfte ausgesprochen“. Nach dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag waren im Internet zwei Videos aufgetaucht, die zeigten, wie Polizisten auf den am Boden liegenden beziehungsweise schon in einem Polizeiauto sitzenden Mann eintreten.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte, deutsche Polizisten mit ihrer dreijährigen Ausbildung gälten als die bestausgebildeten der Welt. Die ungefähr 300.000 Polizistinnen und Polizisten im Land machten „mit wenigen Ausnahmen einen sehr guten Job“, handelten verhältnismäßig und stünden auf dem Boden der Gesetze.

Gewerkschaft warnt vor Hysterie

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte angesichts der aktuellen Kritik an mehreren Polizeieinsätzen vor Hysterie. Bei der Begutachtung polizeilichen Handelns dürfe der Kontext einer Situation nicht ausgeblendet werden, sagte Vize-Chef Radek. Leider werde der Anlass einer polizeilichen Maßnahme in der Regel erst erörtert, wenn die Welle der Empörung bereits über der Polizei hereingebrochen sei – wenn überhaupt, kritisierte er. Die Nutzer der Sozialen Medien beförderten diese Tendenz. Es sei nicht generell falsch, Kritik an der Polizei zu üben. Man dürfe dabei aber nicht vergessen, dass die Beamten heute „permanent unter dem Mikroskop“ ihren Dienst verrichteten. Das sei eine Belastung.

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