Freihandelsabkommen Mercosur: Vergiftete Stimmung


Kritiker wollen den Vertrag zwischen der EU und den Mercosur-Staaten verhindern. Dabei könnte der durchaus dem Umweltschutz dienen.

Silvia Liebrich, Michael Bauchmüller | Süddeutsche Zeitung

Brasilianischer Regenwald wird illegal niedergebrannt, auch um Raum für die Rinderzucht zu schaffen. (Foto: Carl de Souza/AFP)

An diesem Donnerstag will ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Protestnote vorlegen, die den Handel mit Pestiziden anprangert. Beteiligt sind Gruppen wie Powershift, Forum Umwelt und Entwicklung, Attac Deutschland, Campact und andere. Es ist nicht die erste Aktion dieser Art, der Widerstand gegen den Handelsvertrag scheint auch in Deutschland zu wachsen.

Die Bundesregierung dagegen will das Abkommen zügig verabschieden, dazu will Deutschland auch seinen laufenden EU-Ratsvorsitz nutzen. Das Abkommen wäre wirtschaftlich das bedeutendste, das die EU bislang geschlossen hat. Mit 780 Millionen Konsumenten würde der größte Freihandelsmarkt der Welt entstehen, der ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung repräsentiert. Befürworter sehen darin ein wichtiges Gegengewicht zu den großen Wirtschaftsmächten USA und China.

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