„Liechtensteiner keine Deutschen“: Fürstentum reicht Staatenbeschwerde ein


Nach einem Urteil des tschechischen Verfassungsgerichts wendet sich das Fürstentum an das EGMR. Es geht um Enteignungen auf Grundlage der Benes-Dekrete.

Die Presse

Laut dem Fürstentum wurden 29 Liechtensteinern und deren Erben Vermögen entzogen REUTERS

Das Fürstentum Liechtenstein wehrt sich gegen die Einordnung seiner Landsleute als Deutsche. Dies geschehe wiederholt in Tschechien, wenn Liechtensteiner Eigentumsansprüche aus der Zeit vor 1945 geltend machten, berichtete die Regierung am Mittwoch in der Hauptstadt Vaduz.

Sie habe deshalb beschlossen, eine Staatenbeschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg einzureichen. Das kleine Fürstentum mit knapp 39.000 Einwohnern liegt zwischen der Schweiz und Österreich.

Hintergrund ist ein Urteil des tschechischen Verfassungsgerichts vom Februar, das die Enteignung des Fürstenhauses Liechtenstein auf der Grundlage der Benes-Dekrete für rechtens erklärt hatte.

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