Papst will Marien-Kult der Mafia austrocknen: Arbeitsgruppe gegen Mafia


Papst Franziskus will mit einer zweifelhaften Marienverehrung durch Mafiosi aufräumen. Ausdrücklich stellte er sich nun hinter eine Initiative, „die Figur der Madonna vom Einfluss mafiöser Organisationen zu befreien“.

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Es gelte, das religiöse und kulturelle Brauchtum von Überbauten, Mächten und Zwängen zu befreien, die den biblischen Werten von Gerechtigkeit, Freiheit, Ehrlichkeit und Solidarität nicht entsprächen, forderte er in einem Brief, aus dem die italienische Zeitschrift „Maria con te“ (Mittwoch vorab) zitiert.

„Verneigen“ vor Marienstatuen der Clan-Chefs unterbinden

Der Papst bezieht sich auf eine neue Arbeitsgruppe der Internationalen Marianischen Päpstlichen Akademie, in der Vertreter von Kirche und Polizei sowie weitere Experten Strategien gegen die Cosa Nostra, ‚Ndrangheta, Camorra und Sacra Corona entwickeln wollen.

Unter anderem soll es darum gehen, Ehrenbezeigungen bei religiösen Prozessionen durch das „Verneigen“ von Marienstatuen vor den Häusern der Clan-Chefs zu unterbinden.