Gegenwärtiger CO2-Anstieg übertrifft alle seine Vorgänger


Antarktische Eisbohrkerne zeigen, dass der atmosphärische CO2-Gehalt immer wieder sprunghaft angestiegen ist – aber nicht so schnell und so stark wie derzeit

DERSTANDARD

Von der Station Concordia in der Antarktis sind Forscher zur Erkundung der Vergangenheit aufgebrochen – Eisbohrkerne lieferten die gesuchten Informationen. Foto: Thibaut Vergoz, Institut polaire français

Im seit 2,7 Millionen Jahre andauernden Eiszeitalter haben nicht nur die globalen Temperaturen immer wieder extrem geschwankt, sondern auch der Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre. Das lässt sich aber nicht als Argument dafür verwenden, den gegenwärtigen, vom Menschen verursachten CO2-Anstieg kleinzureden, wie aus einer aktuellen Studie in „Science“ hervorgeht: Der sei nämlich erheblich größer und schneller als seine Vorgänger.

Ein Forscherteam unter Leitung der Universität Bern blickte für seine Studie einige hunderttausend Jahre in die Vergangenheit zurück – einen Zeitraum also, in dem es mehrere Kalt- und Warmzeiten gegeben hat. Eisbohrkerne aus der Antarktis lieferten Daten über die jeweiligen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre. Mit einer neu entwickelten Messtechnologie konnte so das Klima der acht aufeinanderfolgenden Kalt- und Warmzeiten der vergangenen 800.000 Jahre rekonstruiert werden.

weiterlesen