Trump und rechte QAnon-Bewegung: Flirt mit dem Wahnsinn


Trump teilt immer wieder Tweets der rechtsverschwörerischen QAnon-Bewegung. Deren hardcore-Spinnereien sind alles andere als harmlos.

Stefan Schaaf | taz

Der US-Präsident muss in der Woche des Parteitags der Demokraten um Aufmerksamkeit kämpfen. Was Donald Trump am Mittwoch vor der Presse im Weißen Haus sagte, sollte besser nicht unbemerkt bleiben: Er nannte Anhänger der rechtsverschwörerischen QAnon-Bewegung „Leute, die ihr Land lieben“, und fügte hinzu: „Sie scheinen mich sehr zu mögen.“ Er tat dabei so, als wisse er gar nicht genau, was für ein wirrer Verschwörungsglaube in den Köpfen der QAnon-Leuten wabert, deren Tweets er auch gerne weiterleitet.

Trump hatte schon bei anderen Gelegenheiten, etwa vor drei Jahren nach den rassistischen und antisemitischen Aufmärschen in Charlottesville, die Chance verpasst, einen Trennstrich zu extremistischen und menschenverachtenden Ideologien zu ziehen.

QAnon ist ein vor allem in den sozialen Netzwerken kursierender Verschwörungsmythos über einen angeblich von Hillary Clinton aus dem Keller einer Pizzeria in Washington betriebenen Kinderpornografiering.

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