Verbot könnte laut Karnevalsbund Corona-Risiko erhöhen: Angst vor „wildem Karnevalstreiben“


Ein Karnevalsverbot könnte nach Ansicht des Bundes Deutscher Karneval die gesundheitlichen Gefahren in der Corona-Pandemie sogar erhöhen. „Wir warnen vor den Folgen einer kompletten Absage“, sagte Präsident Klaus-Ludwig Fess.

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Eine Karnevalistin lacht vor dem Dom. © Oliver Berg (dpa)

Wenn Bund oder Land ein Verbot aussprechen würden, könne das zur Folge haben, dass sich die Menschen etwas anderes suchten. „Das heißt, dass ein wildes unorganisiertes Karnevalstreiben plötzlich stattfindet“, sagte Fess am Donnerstag im WDR-Radio. Dadurch wäre die gesundheitliche Gefahr wesentlich höher.

Veranstalter arbeiten an Hygienekonzepten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll sich in den vergangen Tagen skeptisch über Karneval in der Zeit der Pandemie geäußert haben. Die Karnevalsveranstalter arbeiteten seit Monaten an Hygienekonzepten, sagte der Präsident des Karnevalbundes.

Die Veranstalter und alle Karnevalisten unterstützten selbstverständlich die notwendigen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Es sei klar, dass die Veranstaltungen nicht so stattfinden könnten wie in den vergangenen 20 Jahren. In die großen Säle würden nicht mehr mehrere Tausend Menschen kommen.