Als die Sahara trocknete, litt auch Asien


Einst war sie grün und üppig – doch dann wurde die Sahara zur Wüste. Diese mit Staubentwicklung verbundene Austrocknung hatte offenbar erstaunlich weitreichende Folgen, sagen Forscher: Sie präsentieren Hinweise auf eine Verbindung der Wüstenbildung in Nordafrika mit Dürren, die das Innere Südostasiens vor 5000 bis 4000 heimsuchten und dort das Schicksal der Menschen prägten.

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Analysen von Stalagmitenproben aus Höhlen im Norden von Laos haben geochemische Hinweise auf die klimatischen Entwicklungen in der stark bevölkerten asiatischen Monsunregion geliefert. (BU: Amy Ellsworth)

Wo heute die Sonne auf den nackten Boden brennt, erstreckten sich bis vor etwa 6000 Jahren noch grüne Landschaften, in denen die typischen Savannentiere Afrikas grasten. Diese einst lebensfreundliche Sahara war auch die Heimat von Menschen, wie Felszeichnungen und archäologische Funde zeigen. Doch dann setzte ein drastischer Wandel ein: Das einst vegetationsreiche Nordafrika verwandelte sich in die trockene Wüstenlandschaft, die wir heute kennen. Es gibt verschiedene Belege dafür, wie sich die klimatischen Veränderungen im Zusammenhang mit dem Ende der grünen Sahara auf die Menschen in Nordafrika und auch in Westasien ausgewirkt haben. So wurde der Wandel etwa mit den gesellschaftlichen Entwicklungen entlang des Nils in Verbindung gebracht sowie mit dem Zusammenbruch des akkadischen Reiches in Mesopotamiens bis hin zu Auswirkungen auf die Indus-Zivilisation im heutigen Pakistan und Indien.

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