Berliner Kirchengemeinde diskutiert über Luther-Büste von Nazikünstler


Die Ernst-Moritz-Arndt-Kirche muss nicht nur von ihrem Namen trennen, sondern vielleicht auch von einem umstrittenen Kunstwerk aus der NS-Zeit.

Annette Kögel | DER TAGESSPIEGEL

Die Gemeinde der Ernst-Moritz-Arndt-Kirche debattiert über belastetes Inventar.Foto: Thilo Rückeis

Die evangelische Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde trägt gleich dreifache Last. Nicht nur um ihre Adresse, die Onkel-Tom-Straße, ist eine Anti-Rassismus-Debatte entbrannt. Die Gemeinde muss sich zudem mit ihrem geschichtlichem Erbe aus der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Und sie diskutiert über ihre bereits 2019 beschlossene Umbenennung – denn Ernst Moritz Arndt wird heute wegen antijüdischer Bemerkungen als Antisemit abgelehnt.

Intensiv setzt sich die „EMA“-Gemeinde auch mit belasteten Ersteinrichtungsgegenständen der 1935 eingeweihten Kirche auseinander, die vor allem aus der NS-Zeit stammen. Dazu gehört eine Luther-Büste, die der Berliner Maler und Bildhauer Hans Haffenrichter (1897–1981) erschaffen hat.

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