Ramelow wirft Spahn Panikmache vor


In der Diskussion über die kommenden Karnevals-Session hat Thüringens Ministerpräsident Ramelow Bundesgesundheitsminister Spahn Panikmache in der Corona-Krise vorgeworfen.

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Beim Rosenmontagszug in Düsseldorf zeigt am 24. Februar 2020 ein Bazzillus carneval aus Pappmachée dem Coronavirus eine lange Nase. (imago images / Bettina Strenske)

Dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sagte der Linken-Politiker, dass jetzt mal eben der Karneval abgesagt werden solle, finde er völlig falsch. Er wolle für Thüringen Wege suchen, um Feiern zu ermöglichen. SPD-Chef Walter-Borjans betonte auf einer Veranstaltung in Dortmund, Karneval so wie man ihn kenne werde es nicht geben. Straßenkarneval mit einem Meter-50 Abstand und Mundschutz hielte er für wesensfremd. Es brauche Konzepte, wie einerseits die Stimmung im Kleinen gerettet und andererseits ungesteuerte Feiern verhindert werden könnten.

Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Stamp hatte sich dafür ausgesprochen, alle Karnevalsumzüge und größere Sitzungen in der kommenden Session abzusagen. Ähnlich hatten sich Bundesgesundheitsminister Spahn und NRW-Gesundheitsminister Laumann geäußert.