Welterschöpfungstag: Mit 22. August sind die Ressourcen verbraucht


Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit auf Umweltkredit. Und Wissenschafter sehen keine Trendwende zu mehr Nachhaltigkeit

Alicia Prager | DERSTANDARD

Zunehmender Flächenverbrauch erhöht den ökologischen Fußabdruck des Menschen.Foto: APA/WWF/MARK EDWARDS

Es gab nur wenig Pendler- und Flugverkehr, viele Fabriken standen still. Die Covid-19-Krise und der damit verbundene Lockdown haben den ökologischen Fußabdruck der Menschheit schrumpfen lassen – um 9,3 Prozent, so das Global-Footprint-Netzwerk, eine internationale Initiative, die jedes Jahr gemeinsam mit der kanadischen York-Universität den Earth Overshoot Day berechnet. 2020 fällt dieses symbolische Datum auf den 22. August. Das ist mehr als drei Wochen später als 2019.

Vergangenes Jahr war der Welterschöpfungstag bereits am 29. Juli erreicht. Von Nachhaltigkeit ist man aber auch heuer noch weit entfernt. Mit Samstag hat die Weltbevölkerung die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren könnten. Danach läuft alles auf ein ökologisches Schuldenkonto. Laut Berechnungen gerade so, als könnten wir 1,6 Erden nutzen.

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