Wucherpfennig sieht Religionsfreiheit als zu abrupt eingeschränkt: „Da muss der Staat aufpassen“

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Nach Ansicht des Jesuiten und Theologen Ansgar Wucherpfennig hat der Staat in der Corona-Krise die Religionsfreiheit in Deutschland zu abrupt beschnitten. Er kritisierte die Art und Weise wie Freiheitsrechte „weggewischt wurden“.

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„Entscheidend ist, dass Glaubensgemeinschaften die Freiheit haben müssen, ihren Glauben zu praktizieren – solange sie sich auf dem Parkett des Grundgesetzes bewegen“, sagte Wucherpfennig am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Da muss der Staat aufpassen, dass er nicht ‚mir nichts, dir nichts‘ Gesetze erlässt, die die Religionsfreiheit und andere Freiheitsrechte nicht weiter gelten lassen.“

Er halte die ergriffenen Schutzmaßnahmen zwar für sinnvoll, sagte der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. „Aber die Art und Weise, wie da Freiheitsrechte weggewischt wurden – da muss man Acht haben, dass das nicht unbegründet geschieht“, so Wucherpfennig mit Blick auf die Einschränkungen für Gottesdienste und für die Seelsorge.

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